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Warum wird einem die Nachhaltigkeit so schwer gemacht?

Urlaub auf einer nordfriesischen Insel

WERBUNG // Momentan habe ich das Gefühl, an einigen Punkten der Nachhaltigkeit zu scheitern. Ich frage mich, ob es an mir liegt oder wird es mir vielleicht sogar schwer gemacht?

Sport hat schon immer zu meinem Leben gehört. Hier lege ich vor allem Wert auf qualitativ hochwertig verarbeitete sowie funktionale Kleidung und Schuhe. In den letzten Jahren musste ich kaum etwas kaufen, weil ich vorhandene Kleidung aufgetragen habe. Inzwischen ist ein großer Teil meiner Laufsachen fast 10 Jahre alt, also ziemlich verwaschen, abgetragen und von modisch weit entfernt. Ich machte mich auf die Suche nach Nachschub, doch wirklich nachhaltige Funktionskleidung, die meinen Ansprüchen entspricht? Fehlanzeige! Ein einziges Label gibt es, das ich im Bereich Laufkleidung wirklich liebe und das in Deutschland produziert, das war es dann aber auch schon. Das gleiche Problem habe ich bei Schuhen. Wirklich gute aus nachhaltiger und fairer Produktion habe ich keine gefunden. Auch hier lande ich am Ende wieder bei konventionellen Produkten, die wenigstens länger halten.

Nächstes Szenario: Ich bummle durch die Innenstadt und möchte mir mal wieder etwas Schönes gönnen. Was mir geboten wird ist Fast Fashion – ich gehe weiter. Bei H&M gibt es immerhin für Kids Kleidung aus Bio-Baumwolle. Ein Anfang oder Green Washing? Ich sage Green Washing, auf das auch ich immer mal wieder reinfalle, indem ich es mir gut rede oder einfach nur aus dem Grund, weil die Jogginghosen meines Sohnes immer viel zu schnell an den Knien durch sind und ich es mir nicht leisten kann, immer die fairen und deutlich teureren bei Hessnatur zu kaufen. Denn an den Knien sind beide genauso schnell durch.

Selbiges gilt auch für viele andere große Unternehmen. Green Washing zieht sich durch alle Branchen und funktioniert oft ganz subtil. Hier ein grünes Logo, dort ein grüner Schriftzug oder das Wort Natural auf der Verpackung. Ganz ehrlich? Selbst Menschen, die wie ich auf dieses Thema sensibilisiert sind, fallen da immer mal wieder drauf rein und ärgern sich anschließend über ihren Kauf. Durchblicken kann man diese Tricks nur, wenn man einen Blick auf das Produkt und den Konzern dahinter wirft. Wenn Tchibo, H&M und C&A Kleidung aus Bio-Baumwolle im Programm haben, bedeutet das nur, dass Bio-Baumwolle (manchmal sogar nur anteilig) verwendet wurde. Es bedeutet hingegen nicht, dass man auf den Einsatz von Chemikalien beim Einfärben verzichtet hat und es bedeutet ebenfalls nicht, dass diese Kleidungsstücke in Fabriken mit besseren Arbeitsbedingungen hergestellt wurden, als die anderen Kollektionen dieses Konzerns. Absolutes Highlight ist es, wenn manche Hersteller von Kleidung sich damit rühmen, dass die Verpackung aus recyceltem Papier oder Kunststoff ist – mehr nicht! Der gleiche Blick hinter die Kulissen lohnt sich in unserem Alltag bei Energieanbietern. Denn nur weil ein Stromkonzern Ökostrom im Angebot hat, ist er noch lange kein grüner Konzern. Doch woran erkenne ich das? Das nachhaltige Online-Magazin Utopia hat einen Überblick mit seinen Top 7 Ökostromanbietern zusammengestellt. Hierzu zählt auch Polarstern (https://www.polarstern-energie.de/), ein Anbieter von Ökostrom, Ökogas und Spezialtarifen für Elektroautos, Wärmepumpen und Co. Entscheidende Kriterien bei der Auswahl eines Stromanbieters sind, dass es keine Verbindungen zu Atom- und Kohlekraftwerken geben darf und dass von ihnen kein konventioneller Stromtarif angeboten wird, damit sie als wirklich nachhaltig eingestuft werden können. „Der Energiemarkt hat einen enormen Einfluss auf unsere Leben. Ohne Energie läuft nichts. Gleichzeitig hat er durch die Nutzung fossiler Energien und durch klimaschädliche Emissione/n einen massiven Einfluss auf unsere Gesellschaft und die Umwelt. Es ist eine Branche mit einem enormen Gestaltungsspielraum und viel Verantwortung“, sagt Florian Henle von Polarstern. Hört sich erstmal nach einer imagegetriebenen Floskel an. Schaut man genauer in das Unternehmen Polarstern herein, stimmt dies aber tatsächlich. Siehe HIER

Wirklich Ökostrom wird beim Ökostromanbieter Polarstern im Inn-Kraftwerk Feldkirchen erzeugt. Es handelt sich um Ökostrom Made in Germany, der aus reiner Wasserkraft entsteht. Das Laufwasserkraftwerk wurde aufgrund der umfangreichen Natur- und Tierschutzmaßnahmen mit dem EKOenergie-Label ausgezeichnet. Das Gütesiegel zertifiziert Strom nur dann, wenn die erzeugenden Kraftwerke wirklich nachhaltig geführt werden.

Wenn ein Wasserkraftwerk in das natürliche System des Flusses eingreift, kann sich jeder vorstellen, dass dies ein enormer Eingriff in die Natur und vor allem in die Tierwelt ist, da der Fluss für die Fische nicht mehr durchlässig ist. Damit diese ihre natürlichen Wanderwege beibehalten, wurde ein 5,3 Kilometer langes Umgehungsgerinne geschaffen. So werden die Fische am Kraftwerk vorbei gelotst, indem sie über mehrere Stufen ein Gefälle von rund fünf Metern überwinden. Das funktioniert für Fische jeder Größenordnung, wie Tierzählungen der TU Weihenstephan belegen. Zusätzlich wurden für die Fische um das Wasserkraftwerk herum viele Hochwasser-Rückzugsgebiete geschaffen und erfolgreiche Maßnahmen zur Renaturierung realisiert.

Der Ökostrom von Polarstrom ist von TÜV Nord und dem Grüner Strom-Label zertifiziert. Diese achten auf die Mengengleichheit, sprich, dass dem von den Kunden verbrauchten Strom genauso viel erzeugter Ökostrom gegenübersteht. Falls doch mehr verbraucht wurde, kann an der Strombörse oder bei einem anderen Kraftwerk qualitativ den nachhaltigen Kriterien entsprechend nachgekauft werden.

Ihr seht, ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich immer. Entscheidend ist, was wir mit unserem Wissen machen. Manche Entscheidungen fallen hier leicht, da sie einem auf dem Servierteller präsentiert werden, andere hingegen werden uns oft schwer gemacht, da Unsummen von Geld in Marketingmaßnahmen gesteckt werden, um uns Eigenschaften vorzugaukeln, die mit der Realität nichts zu tun haben.

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