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Test // BMW MINI Foldingbike & Aldi Klappfahrrad im Vergleich

Test // BMW Mini Foldingbike & Aldi Klappfahrrad im Vergleich

Vor ziemlich genau einem Jahr ist bei mir die Entscheidung gefallen, dass ich mir ein Klapprad kaufen wollte. Auf dem Weg zwischen Haustür und S-Bahn fuhr ich immer mit dem Fahrrad, der Weg zwischen S-Bahn und Büro musste allerdings zu Fuß zurückgelegt werden. Da ich in der Nähe der Arbeit zusätzlich noch gerne einen Abstecher zum Bäcker mache, zog der Fußweg sich natürlich ewig und ich musste eine S-Bahn später nehmen. Das ärgerte mich auf Dauer. Da ich meine große Gazelle in der S-Bahn zur Zeit des Berufsverkehrs nicht mitnehmen durfte und in den erlaubten Zeiten immer böse Blicke auf Grund der extremen Ausmaße meines Rades erntete, war die Lösung ein Klapprad. Bei Fahrrädern ist bekannt, dass man auf Qualität achten muss, da diese in der Regel sowohl die Lebensdauer, als auch das Fahrgefühl bestimmt. Trotzdem fand ich das günstige Aldi Klappfahrrad Cyclemaster aus dem Discounter sehr verlockend und habe es mir im Juni 2017 für preiswerte 229,- Euro gekauft. Zusätzlich habe ich bei BMW MINI angefragt, ob ich deren hochpreisigeres Faltrad testen darf, das aktuell für 569,- Euro im Angebot ist. Auch dieses traf zeitgleich zum Testen bei mir ein.

Erster Eindruck: BMW MINI Foldingbike und Aldi Klapprad Cyclemaster im Vergleichstest

Test // BMW Mini Foldingbike & Aldi Klappfahrrad im Vergleich

Beim Zusammenbau der bereits vormontierten Fahrräder ist mir das Aufbauen des Aldi Klapprads schwerer gefallen, was allerdings auch daran liegen kann, dass ich es als erstes aufbauen musste und es auch insgesamt mein erster Aufbau eines Faltrades war. Insgesamt kann ich aber sagen, dass es nicht kompliziert ist, wenn man sich in diese Falttechnik erstmal eingearbeitet hat. Sowohl das Aldi Faltrad, als auch das von BMW MINI haben einen guten und stabilen Eindruck gemacht, wobei mir beim Aldi Faltrad bereits zu Beginn aufgefallen ist, dass der Lenker selbst nach dem Nachziehen der Schrauben etwas wackelig saß. Ich hatte zwar nicht das Gefühl, dass er deshalb zusammenklappen würde, dennoch hat es das Fahrgefühl negativ beeinflusst. Nach einigen Fahrten habe ich dies jedoch gar nicht mehr wahrgenommen, da ich mich daran gewöhnt hatte. Beim BMW MINI saß jedoch alles super fest. Großer Vorteil beim Aldi Fahrrad ist der Gepäckträger, der mir beim MINI Fahrrad gefehlt hat. Von der Optik ist das Bike von BMW ganz klar mein Sieger, da es stylisch aussieht und nicht diesen uncoolen Klapprad-Charme hat.

BMW MINI Klapprad im Test

Test // BMW Mini Foldingbike & Aldi Klappfahrrad im Vergleich

Das BMW MINI Foldingbike fährt sich hervorragend und hat eine sehr gute Umsetzung, weshalb einem beim Fahren kaum auffällt, dass man auf sehr kleinen Rädern fährt. Das 20-Zoll-Rad lässt sich leicht zusammen- und wieder auseinanderklappen und besonders praktisch ist die teflonbeschichtete, schmutzabweisende Fahrradkette, die in diesem Testjahr auch kein bisschen Rost angesetzt hat. So kann man sich beim Transport in der Bahn seine Kleidung nicht beschmutzen und kommt sauber ins Büro.

Das Lenkrad und der Fahrradsattel lassen sich einfach in der Höhe verstellen. Ist der Sattel im zusammengeklappten Zustand eingeschoben, dient die Sattelstange als Stabilisator beim Abstellen. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber dem deutlich günstigeren Aldi Klapprad. Dass ein innovatives Unternehmen hinter diesem schicken Citybike steht, erkennt man auch an der durchdachten Technik des Faltens. An den Rädern findet sich ein Magnet, der das gefaltete Rad zusammen hält. Und mit seinen 11 kg ist es auch noch zusätzlich sehr leicht.

In der gesamten Testphase hat nirgendwo Rost angesetzt und die Reifen sind auch nicht kaputt gegangen. Dies war vorab meine Befürchtung, da diese doch sehr schmal und mit wenig Profil sind.

Discounter-Klapprad: Aldi Faltrad Cyclemaster im Test

Test // BMW Mini Foldingbike & Aldi Klappfahrrad im Vergleich

Das Aldi Klapprad Cyclemaster fährt sich auf kurzen Strecken gut und ist auch schnell zusammen zu klappen. Lenker und Sitz sind ebenfalls leicht in der Höhe zu verstellen. Wenn ich kein anderes Faltrad kennen würde, wär mir wahrscheinlich auch gar nicht aufgefallen, dass so Dinge wie ein stabiler Stand im gefalteten Zustand und Magnete zur Fixierung fehlen. Das Fahrrad hat wie das BMW MINI Rad einen stabilen Aluminium-Rahmen und sieht auch nicht billig verarbeitet aus. Das 20-Zoll-Klapprad wiegt 14 kg und ist damit merkbar schwerer als das Modell von BMW. Dies liegt unter anderem an dem Gepäckträger, den ich sehr praktisch finde. Ich konnte das Fahrrad jedoch trotzdem gut die Treppen auf den Bahnhöfen hoch und runter tragen, wenn ich keine Lust hatte auf den Fahrstuhl zu warten.

Etwa das erste halbe Jahr traten bis auf den etwas wackeligen Lenker, den ich eingangs bereits erwähnt hatte, keine Mängel an dem günstigen Aldi Klapprad auf. Dann begannen jedoch die Kette und Stellen am Lenker zu rosten. Nach einem Jahr ist die Kette komplett mit Rost überzogen und muss gewechselt werden. Das Fahrrad ist also nicht geeignet, um es bei schlechtem Wetter draußen stehen zu lassen. Für mich ein klarer Nachteil, da unser Fahrradschuppen in der kalten Jahreszeit feucht ist und ich keine Lust habe, das Rad immer in den Keller zu tragen.

Vergleichstest und Fazit: BMW MINI Foldingbike und das Aldi Klappfahrrad

Im direkten Vergleich würde ich mich für das zwar teurere, aber qualitativ deutlich hochwertigere und durchdachtere BMW MINI Foldingbike entscheiden. Im ersten halben Jahr ist diese Entscheidung allerdings noch zu Gunsten des Aldi Bikes ausgefallen, da ich das Fahrrad für kurze Strecken als alltagstauglich empfinde und es auch leicht zu falten geht. Das zusätzliche Gewicht und die Instabilität beim Falten hätte ich für den deutlich günstigeren Preis hingenommen. Der starke Rost ist für mich jedoch ausschlaggebend, dass ich meine Entscheidung revidierte. Werden längere Strecken als meine täglichen viermal etwa 3 km zurückgelegt, empfiehlt es sich ebenfalls, mehr Geld auszugeben.

Die Packmaße fallen ebenfalls zugunsten des BMW MINI Faltrads aus. Dies ist aber einfach auf den nicht vorhandenen Gepäckträger zurück zu führen. Hier muss man selbst entscheiden, wie wichtig einem der Gepäckträger ist.

MINI Folding Bike: 85 x 65 x 30 cm
Aldi Faltrad Cyclemaster: 90 x 70 x 45 cm

Die beiden 20-Zoll-Klappräder verfügen über eine Gangschaltung (Aldi Klapprad 7 Gänge, BMW MINI Faltrad 8 Gänge), wobei die des BMW MINI Foldingbikes deutlich sanfter schaltet.

FAZIT

Das Aldi Klapprad Cyclemaster ist perfekt für Berufspendler mit kurzen Strecken und wenn die Möglichkeit besteht, dass es vor Feuchtigkeit geschützt abgestellt werden kann. Auf längeren Strecken und wenn man so wie ich das Fahrrad öfters mal im Regen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit im Schuppen stehen lässt, würde ich ganz klar das BMW MINI Foldingbike empfehlen. Ebenso bei längeren Strecken, da man auf dem Aldi Bike doch deutlich mehr in die Pedale treten muss. Das BMW MINI Klapprad ist also perfekt für Berufspendler und auch für Urlaubsreisen, wenn das normale Fahrrad zu sperrig ist.

Fotos: Lena Suhr
Das BMW MINI Foldingbike war eine Leihgabe für den Zeitraum des Test.

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