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Rauchende Schwangere sind Mörder

Als ich mit meinem Sohn schwanger war gab es in der Kita eine Mutter, die ständig mit einer Zigarette rumgerannt ist. Anfangs dachte ich, dass diese Frau auch schwanger ist, die Zigarette ließ mich aber schlussfolgern, dass sie einfach nur etwas übergewichtig ist. Für mich ist es nämlich eine Selbstverständlichkeit, dass man als Schwangere Verantwortung gegenüber seinem noch ungeborenen Kind übernimmt und nicht raucht. Es sind ja schließlich nur ein paar Monate und wenn man sich nicht einmal in dieser Zeit zusammen reißen kann, sollte man die Verantwortung für ein Kind schon gar nicht für ein ganzes Leben auf sich nehmen. Für diese Frau war es jedoch nicht selbstverständlich!

Meine Überlegung war nun, warum macht eine Mutter so etwas? Ist sie wirklich so egoistisch und ist es ihr egal, dass sie ihr Kind hiermit lebenslang schädigen kann? Oder weiß sie es vielleicht gar nicht besser? Und warum gibt es noch kein Gesetz zum Schutze der Kinder?

Eine Vielzahl an internationalen Untersuchungen und Studien hat ergeben, dass Rauchen in der Schwangerschaft der Hauptgrund für den plötzlichen Kindstod ist. Die Kinder kommen oft untergewichtig und zu früh zur Welt und es kommt häufiger zu Fehl- und Todgeburten. Außerdem führt das Rauchen auf Grund der reduzierten Sauerstoffversorgung zu einer Schädigung des Gehirns. Auch die Erkrankung an Bronchitis und Lungenentzündung wird begünstigt. Und ich bin mir sicher, dass man diese Liste noch endlos weiterführen könnte.

Die Lösung ist ganz einfach: Liebt eure Kinder und hört wenigstens während der Schwangerschaft mit dem Rauchen auf oder lasst es einfach sein, also das mit dem Vermehren meine ich. Wenn ihr es nicht einmal für diesen kurzen Zeitraum schafft Verantwortung für euer noch ungeborenes und hilfloses Kind zu übernehmen, dann werdet ihr es auch in den nächsten Jahren nicht schaffen!

7 Kommentare

  1. sehr schöner Post! 🙂
    ich bin zwar a) nicht schwanger und b) ohne Kinder, finde das aber mehr als bedenklich und absolut unfair dem Kind gegenüber. Wobei unfair noch nett ausgedrückt ist
    Man sollte denen echt mal die Meinung sagen….
    hinterher heißt es nämlich gerne mal, sie wissen von nix bzw. hätten von nix – also Schäden etc.-gewusst.
    –.–

    lg

    • StyleMom sagt

      Ich habe ja sogar schon die Begründung gehört, dass der Frauenarzt meinte das ist okay. Ja, sicher…

  2. Nicole sagt

    leider sehe ich das auch täglich und frage mich immer WARUM
    So naiv kann man doch nicht sein.
    Hochschwanger in der Ecke vor der Kita schnell eine rauchen, und dann die Kinder abholen….
    Einfach ohne Worte

    • StyleMom sagt

      Aber es ist spricht ja immerhin für uns, dass wir das nicht nachvollziehen können 😉

  3. Der Post von Dir ist zwar schon etwas her, aber ich finde er ist dennoch aktuell. Ich selber habe einen Tag später aufgehört als ich erfuhr das ich Schwanger bin. Ich konnte nicht anders. Es fiel mir leicht. Ich wusste ja wofür. Die ganze Schwangerschaft habe ich nicht geraucht und auch 4 Monate danach nicht mehr. Leider fing ich wieder an. Aber nur draußen.

    Seit einem Jahr (30.06.2015) rauche ich nun bewusst nicht mehr. Ich habe über 20 Jahre lang geraucht. Ich war es leid, immer nach draußen zu gehen. Ich war es leid, so viel Geld zu verschwenden. Ich war es leid, meine Tochter das sehen zu lassen wie ich meine Gesundheit ruiniere.

    Jetzt bin ich mega stolz auf mich. Es war eine harte erste Zeit. Anders als in der Schwangerschaft. Da wusste man wofür. Aber ich habe es trotzdem geschafft 🙂 Und jeder der will schafft es auch. Es gibt viele Wege die nach Rom führen.

    Einen tollen Blog hast Du 🙂

    Liebe Grüße Anni von Quatsch Matsch

  4. Ich verstehe das auch nicht und bin da sehr strikt. Bei Alkohol übrigens genauso. Auch hier herrscht ja leider noch immer bei vielen der Irrglaube ein Gläschen hier und da ist nicht so tragisch… Furchtbar!

    Jemand der zuvor lange geraucht hat, ist natürlich körperlich und psychisch abhängig von den Zigaretten. Ich verstehe, dass das nicht leicht ist, einfach so aufzuhören. Doch wenn ich an meine 1. Schwangerschaft zurückdenke, in der ich einen Schwangerschaftsdiabetes hatte… das war sooo hart, doch ich habe es geschafft, indem ich die ganzen Monate auf Zucker möglichst verzichtet habe und musste kein Insulin spritzen. Ich finde, man kann das ein bisschen vergleichen… Die Angst um mein Baby war so viel größer, als die Lust auf das Stück Schokolade. Ich hatte unglaublich große Angst vor einer Fehl- oder Totgeburt – das hat alles andere null und nichtig gemacht.

  5. Hallo Christiane,

    ich habe letzten Sommer in der psychologischen Betreuung auf der Frauenklinik gearbeitet, da hatten wir damit viel zu tun. Rauchen kann ja wirklich von „kleinen“ Gesichtsdeformationen beim Kind bis eben zum Tod sehr viele Wirkungen haben und es ist keine Seltenheit, dass rauchende Mütter nach einer Fehlgeburt dann bei einer Psychologin sitzen und sich selbst beschuldigen, ihr Kind getötet zu haben. Der Job der Psychologin? Den Frauen zu erklären, dass das nicht stimmt, weil es ja so viele Einflüsse geben kann… Zumindest wird das hier so verstanden.

    Mutterschaft ist so ein unheimlich schwieriges Thema, weil es jeder immer besser weiß und man einer Frau, die am Boden ist, keine Belehrungen machen möchte (Oft sind das ja auch einfach Frauen mit ganz anderen Problemen, da ist das Rauchen noch das geringste Übel, das darf man auch nicht vergessen).

    Ich persönlich finde auch das Rauchen vor kleinen Kindern schlimm (ganz übel: Das Alibi-Kippe-in-die-andere-Richtung-halten, dann passt schon). Ich ärgere mich auch öfter mal in Restaurants. Aber wenn ich ehrlich bin, sage ich fast nie etwas.
    Worauf ich hinaus möchte: Man muss vielleicht auch als Nichtraucher die Scheu ablegen, ganz uncool zu seiner Meinung zu stehen. Und ganz ehrlich, da finde ich sollten die Ärzte und Psychologen gerne mal an vorderster Front anfangen, Klartext zu sprechen. Es ist noch immer sehr leicht, die negativen Konsequenzen vom Rauchen/in der SS/vor dem Kind zu ignorieren..

    Hui und schon wurde das ein langer Text!

    Liebe Grüße zu dir in den Norden,
    Vera

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