Küchenzauber, Lifestyle
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Wenn aus Vitaminbomben Krankmacher werden

„An apple a day keeps the doctor away“ – oder auch nicht? Ich schneide für meine Kinder jeden Tag Obst auf und dann essen wir es genüsslich. Die Vitamine im Obst sind schließlich wichtig, damit wir gesund bleiben. Damit ich das Obst nicht noch zusätzlich schälen muss, kaufe ich ausschließlich Bio. Doch was ist, wenn wir das nicht machen würden? Kann man dann noch von Vitaminbomben sprechen oder sind es dann eher Krankmacher?

Fakt ist, dass Pestizide das Erbgut sowie Nerven-, Immun- und Hormonsystem schädigen können. Außerdem begünstigen sie die Entstehung von Krebs und Unfruchtbarkeit. Das Pestizid Glyphosat wurde von der WHO zum Beispiel in die zweithöchste Stufe ihrer fünf Kategorien für Krebsrisiken eingeordnet. Das bedeutet, dass Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ gilt, da es an Tieren zwar ausreichend bewiesen wurde, am Menschen jedoch nur begrenzt. Übrigens werden 40 Prozent der deutschen Ackerflächen mit diesem Pestizid verseucht. Ein weiteres Problem ist, dass das Unkraut gegen dieses Mittel langsam resistent wird und somit immer stärkeres und immer mehr Gift zum Einsatz kommen muss, damit die gewünschte Wirkung erzielt wird.

Am stärksten mit Pestiziden belastet sind Paprika, Trauben, Äpfel, Tomaten, Salate und Johannisbeeren. Die Pestizide haften inzwischen auch nicht mehr nur außen an der Schale. Es wurden neue Mittel entwickelt, die in die Frucht eindringen und somit nicht abgewaschen werden können.

Etwa 94 Prozent unserer Lebensmittel werden in konventioneller Landwirtschaft angebaut und sind somit mit Pestiziden und künstlichen Düngemitteln versetzt. Und das diese Art der Landwirtschaft als konventionell – also althergebracht und altüberliefert – bezeichnet wird, finde ich äußerst fraglich. Denn dies sollte den Bio-Anbau, der ohne künstliche Pestizide oder Kunstdünger auskommt beschreiben. Denn schließlich ist dieser altüberliefert und ursprünglich.

Was ihr machen könnt, damit ihr euch und eure Kinder vor diesem chemischen Cocktail schützen könnte? Kauft Bio und wenn möglich saisonal und aus der Region. Euer Bauer vor Ort wird es euch danken. Wir lassen uns Obst, Gemüse und Milchprodukte zum Beispiel von einem Bio-Bauern aus dem Umland liefern. Und das Fleisch und den Aufschnitt gibt es von einem Bio-Fleischer auf unserem Wochenmarkt.

Wie und wo kauft ihr denn ein?

2 Kommentare

  1. Mirella sagt

    Ohweh. Das klingt ja garnicht gut! Das das Pestizid jetzt schon IN die Frucht eindringt.
    Auf welchem Markt kaufst du denn Fleisch? Komme auch aus HH und wäre um Tipps dankbar.
    Und der Bio Bauer würde mich auch sehr interessieren.

    Liebste Grüsse

    Mirella

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