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Nintendo Switch – Spielspaß für die ganze Familie im Produkttest

Nintendo Switch Familienspiele

Produkttest / Anzeige

Gesellschaftsspiele sind bereits seit meiner Kindheit nicht so mein Ding gewesen. Ich spiele gerne mal mit, bin aber selten mit Begeisterung bei der Sache. Anders sieht es da schon mit Spielekonsolen aus. Hier kann ich gut einsteigen und ich liebe es mit den Kindern zu spielen. Richtig gut klappt dies mit unserer 6-jährigen Tochter und unserem 5-jährigen Sohn mit der Nintendo Switch, die von uns allen geliebt wird. Wir haben die Nintendo Switch in unserem Produkttest mal ganz genau untersucht.

Unsere persönliche Hitliste für Spiele ist übrigens ziemlich Klischeehaft: Die Tochter geht völlig in den Tanz- und Zauberspielen von 1-2-Switch auf. Mein kleiner Sohn, wie könnte es auch anders sein, liebt Mariokart. Das ist übrigens auch tatsächlich ein gut zu bedienendes Spiel, gerade für die jüngeren. Mein Mann verliert sich völlig in der Welt von Zelda. Dies ist allerdings kein Spiel für mal eben zwischendurch. Und ich verbinde das Nützliche mit dem Spaßigen und nehme mir Arms mit der Bewegungssteuerung, um mich ordentlich auszutoben. Und ja, ich weiß, es reicht, wenn man nur die Arme bewegt. Das ist aber nur halb so lustig.

Einrichtung und Bedienoberfläche

Die Einrichtung der Switch geht einfach und schnell von der Hand, selbst für Techniklaien. Um das Gerät nutzen zu können, ist lediglich eine Internetverbindung und mindestens ein Nutzerprofil einzurichten. Die Verbindung zum Internet kann entweder kabellos über WLAN (hierbei wird der aktuell technische Standard WPA2 unterstützt) oder kabelgebunden via LAN erfolgen. Für den kabelgebundenen Zugang wird jedoch ein USB-Adapter benötigt, welcher nicht im Lieferumfang enthalten ist.

Für das Benutzerprofil muss man einen Namen und ein Profilbild vergeben. Wenn man möchte, kann man sich auch eine individuelle Spielfigur erstellen – Das Mii –, welches dann als Avatar in bestimmten Spielen wie Mariokart mit zur Auswahl steht. Spielen mehrere Personen auf dem Gerät, solltet ihr für jeden ein Benutzerprofil anlegen, damit jeder seine eigenen Spielstände verwalten kann.

Die Auswahl an Spielen ist riesig. Ihr bekommt sie entweder als Spielboxen mit entsprechender Speicherkarte oder als Download über den Nintendo eShop. Der Vorteil für die klassischen Boxen ist, dass die eigentlichen Spieldaten hier keinen internen Speicherplatz der Switch belegen. Für die Umwelt (und die Ungeduldigen unter uns, welche nicht lange auf die Post warten möchten) ist der digitale Vertriebsweg über den Nintendo eShop deutlich entspannter. Hierfür wird dann allerdings ein Account bei my.nintendo.de benötigt, welcher dann mit einem oder mehreren Benutzerprofilen in der Switch verbunden wird. Diese Downloadtitel benötigen ausreichend internen Speicher auf dem Gerät, von dem tatsächlich etwa 26 GB der 32 GB nutzbar sind. Über eine MicroSD-Karte kann der Speicherplatz jedoch bequem erweitert werden, diese müsst ihr euch dann aber zusätzlich zulegen. Aber auch ein Box-Spiel belegt etwas internen Speicher. Beim ersten Einlegen der Karte erkennt die Switch dies und nimmt es in die Spielebibliothek auf. Danach ist in den meisten Fällen erst noch eine Aktualisierung der Spieldaten notwendig, was je nach vorhandener Internetbandbreite schon einmal einige Minuten dauern kann. Etwas Geduld ist also unabdingbar. Bei dem Spiel Zelda: Breath of the Wild waren es zum Beispiel insgesamt 400 MB, welche noch heruntergeladen werden mussten.

Die Bedienung der Oberfläche ist intuitiv und sehr eingängig. Außerdem hat die Switch genügend Leistung, so dass dies ohne Ruckeln und Stocken geschieht. Das aktuell eingelegte Spiel wird automatisch erkannt und an vorderste Stelle der Bibliothek gesetzt, so dass man bei größeren Spielesammlungen nicht erst lange danach suchen muss. Die Systemeinstellungen bieten zusätzlich erweiterte Einstellungsmöglichkeiten und gerade für die Nutzung mit Kindern sind die Altersbeschränkungen sehr sinnvoll.

Verarbeitung und technische Daten

Die Verarbeitung des Handheld ist insgesamt sehr wertig, das Gerät verwindungssteif. Es sieht auch mindestens so robust aus, dass Stürze nicht gleich den Tod der Switch bedeuten, testen wollte ich das natürlich nicht. Im Inneren scheint genügend Leistung für die Spiele vorhanden zu sein, Ruckler oder ähnliches sind nicht aufgetreten. Bei Auslastung springt gelegentlich schon einmal der Lüfter an und kühlt das Gerät. Die Lautstärke hält sich jedoch erfreulicherweise in Grenzen und ist nur in stillen Umgebungen etwas störender. Die Wärme wird dabei nach oben aus dem Gerät ausgeführt, so dass man das Gerät beim Spielen auch auf den Schoß oder Tisch stellen kann. Für letzteres ist an der Rückseite ein kleines ausklappbares Standbein vorgesehen, welches seinen Zweck gut erfüllt, aber einen eher fragileren Eindruck macht. Eine längere Akkulaufzeit wäre jedoch wünschenswert, etwa 2,5 bis 3 Stunden hält die Switch durch, warnt aber rechtzeitig, so dass man seinen Spielstand sichern kann. Wenn man dann das Gerät in das Dock stellt und mit dem Fernseher verbindet, kann man nahtlos weiterspielen. Das ist wirklich klasse gelöst.

Nintendo Switch Familienspiele

Bei den JoyCon Controllern handelt es sich um zwei getrennte Controller, die man seitlich am Gerät befestigt, aber auch zum Beispiel zur Bewegungssteuerung getrennt in beiden Händen halten oder in eine Controllervorrichtung stecken kann. Die Bewegungssteuerung und das Erkennen von Gesten sind sehr gut gelöst und technisch einwandfrei. Hier liegt es natürlich an den Spieleentwicklern, das Möglichste aus dieser Technik zu holen und unterhaltsame Spiele bereit zu stellen. Einen tollen Ausblick in die vielen Möglichkeiten bietet hier das Spiel 1-2-Switch. Die beiden Analogsticks haben jedoch einen zu kurzen Bewegungshebel, so dass eine exakte Steuerung in Spielen wie Zelda sehr schwer ist. Auch der Hub beim Reindrücken der Analogsticks ist zu kurz, so dass wiederum Spiele, die auf dieses Bedienelement setzen, nicht vernünftig steuerbar sind. Hier ist der ProController aus meiner Sicht ein unbedingtes Muss und sollte in die Kaufentscheidung beim Preis mit einbezogen werden.

Nintendo Switch Familienspiele

Das Display ist kontrastscharf und dank IPS Panel unabhängig vom Blickwinkel. Farben kommen gut zur Geltung und obwohl der Bildschirm nicht entspiegelt ist, kann man bei Sonneneinstrahlung dennoch gut alles darauf erkennen. Entspanntes Spielen im Freien ist also möglich.

Das Konzept mit der Dockingstation ist das, was die Switch einzigartig macht. Sobald man das Gerät hierin „versenkt“, hat man eine vollwertige Konsole im Einsatz. Am Fernseher muss lediglich ein HDMI-Anschluss vorhanden sein, damit Ton und Bild übertragen werden können. Auflösung und Bildgröße erkennt die Switch automatisch. Die beiden JoyCon Controller können dann abgezogen werden und entweder im „Freestyle“ Modus oder mit der Controllervorrichtung genutzt werden. Aber auch hier nochmals der Hinweis, dass der ProController definitiv eine sinnvolle Investition ist.

Online-Funktionalitäten im Test

Der Nintendo eShop hat aktuell nur Spiele im Sortiment, auch wenn die Kategorien für die Zukunft andere Applikationen andeuten könnten. So ist das Display ausreichend groß, um auch komfortabel Streamingdienste auf der Switch nutzen zu können. Vielleicht liefert Nintendo zukünftig auch solche Applikationen.

Das Spiel mit und gegen menschliche Spieler ist über zwei Wege möglich. Entweder man nutzt das Internet und spielt so mit Spielern aus aller Welt (oder nur aus der Freundesliste) oder man wählt den lokalen Weg und paart mehrere Switch über WiFi miteinander.

Den Onlinetest im Internet haben ich mit dem Spiel Mariokart gemacht und mich in eine Runde mit Spielern aus Japan, USA und Brasilien eingeklinkt. Zunächst musste ich jedoch warten, da die laufende Runde erst abgeschlossen werden musste (eventuell waren nicht genug Spieler für mehrere Runden online?). Danach ging es dann in einer Gruppe von 9 Spielern los und auch online waren keine Ruckler oder Verbindungsprobleme zu bemerken. Das hat Nintendo offenbar sehr gut gelöst.

Den lokalen Zusammenschluss von mehreren Switch über WiFi konnte ich nicht testen, hier muss ich wohl noch Überzeugungsarbeit im Bekanntenkreis leisten.

LineUp Spiele/Ausblick Spiele

Eine Konsole lebt und stirbt natürlich mit den verfügbaren Spielen und entsprechenden Exklusivtiteln. Mit den beiden Franchises Zelda und Mario kann Nintendo hier erfahrungsgemäß aus den Vollen schöpfen und in den sechs Monaten seit Veröffentlichung der Switch sind bereits sehr gute weitere Titel erschienen. Zu nennen sind hier Mariokart 8, Zelda: Breath of the Wild, Mario + Rabbids Kingdom Battles und Splatoon 2. Außerdem steht mit Super Mario Odyssey der nächste potentielle Hit in den Startlöchern und auch Metroid Prime 4 lässt Liebhabern der Serie die Herzen höher schlagen. Insgesamt schon beachtlich für die sechs Monate und die Zukunft wird zeigen, ob Nintendo auch langfristig die Switch im Markt positionieren kann. Zu wünschen wäre dies definitiv.

Spiele für die hervorragende Bewegungssteuerung sind leider noch recht rar gesät. Nennenswert sind hier bisher Arms und 1-2-Switch, welche bereits das Potential dieser Technik zeigen. Hoffentlich springen hier mehr Spieleentwickler auf den Zug und liefern entsprechende Titel.

Unser Produkttest gibt somit eine klare Kaufempfehlung!

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