Mom at work
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Mom at work: Maries Rückkehr in die Gastronomie

Heute erzählt uns Marie von Ihrer Rückkehr in den Job. Sie ist die Mama eines bald vierjährigen Sohnes und bekomme im Oktober erneut Nachwuchs. Sie sagt ganz klar, dass Ihre Prioritäten bei Ihrem Kind liegen und nicht im Job. So war es nach der Elternzeit notwendig eine neue Anstellung zu suchen, da Wochenendarbeit und Spätschichten nichts mit Vereinbarkeit zu tun haben.

Wie lange warst du in Elternzeit? War die Dauer eine bewusste Entscheidung?

Ich war zwei Jahre in Elternzeit, geplant waren damals drei. Ich hatte jedoch ein großes Interesse wieder arbeiten zu gehen und mein Sohn hat mehr und mehr die Beschäftigung gesucht, die ich ihm gefühlt nicht mehr bieten konnte.

In welcher Position arbeitest du momentan?

Ich arbeite im Frühstücksservice in einem Hotel.

Hast du diesen Job ursprünglich gelernt und passt er zu deinen Qualifikationen?

Ich bin gelernte Hauswirtschafterin und die Bereiche, die ich aktuell in meinem Job erfüllen muss, umfassen so gut wie alle Bereiche aus meinem gelernten Job.

Bist du noch beim gleichen Arbeitgeber wie bereits vor der Schwangerschaft?

Nein, bei meinem alten Arbeitgeber arbeite ich nicht mehr.

Wie bist du an deinen neuen Job gekommen und gab es besondere Hürden, die du nehmen musstest?

Es wäre mir nicht möglich gewesen wieder in meinem alten Job zu arbeiten. Die Arbeitszeiten hätten einfach nicht gepasst so wie ich Sie gebraucht hätte, da ich hauptsächlich am Abend und am Wochenende hätte arbeiten müssen. Nach der Elternzeit habe ich noch bei zwei anderen Arbeitgebern angefangen, bis ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber gelandet bin, bei dem ich nun seit über einem Jahr angestellt bin.

In wie fern decken sich deine Erwartungen vor der Geburt mit der Realität, die sich dann erst im Alltag gezeigt hat?

Mir war von Anfang an bewusst, dass ich meinen Job wechseln muss und dass es sicherlich nicht einfach werden wird einen passenden Job zu finden, in dem ich nach der Elternzeit wieder anfangen kann.

Ist dein Job gut mit der Familie zu vereinbaren oder ist es eher schwierig?

In der Hauptsache schon. Es ist aber immer mal wieder schwierig, gerade wenn ich an Feiertagen oder am Wochenende arbeiten muss.

Wie schaffst du den Spagat zwischen deiner Familie und deinem Job?

Das ist manchmal gar nicht so einfach. Positives Denken ist dabei das A und O und sich zu organisieren. Ohne das funktioniert es nicht. Ich bin auch ganz froh, dass wir einen Babysitter vor Ort haben, der eigentlich fast immer kann, wenn wir ihn brauchen, nicht zu viel Geld kostet und zuverlässig ist!

Wie regelt ihr das, wenn euer Sohn krank ist?

Bisher hatten wir den Fall noch nicht. Wir hatten jedoch mal das Problem, dass wir keinen Babysitter hatten. Da mein Mann später anfangen muss konnten wir es so organisieren, dass mein Mann etwas später auf die Arbeit gegangen ist und er mir unseren Sohn auf die Arbeit gebracht hat. Er hat dann noch eine Stunde bei mir auf der Arbeit verbracht. Zum Glück war er gut gelaunt und hat sich beschäftigen lassen und es gab keine Probleme von meinen Kollegen. Die Lösung an sich, auch wenn Sie an diesem Tag gepasst hat, hat mich aber nicht glücklich gemacht und ist wirklich nur eine NotNotNotlösung gewesen.

Hast du abschließend noch einen Tipp für andere Mütter, die bei der Jobsuche oder im Alltag mit Kind und Job oft verzweifeln? Was glaubst du funktioniert bei euch besonders gut?

Ruhe bewahren egal wie schwer und aussichtslos es noch scheint. Ein Job ist wichtig, aber auch nicht alles, auch wenn es ohne mehr als schlecht aussieht. Man muss seine Priorität setzten und das ist bei meinem Mann und mir immer das Kind. Der Job soll nicht leiden, das Kind aber erst recht nicht. Wir haben uns bewusst für unser Kind entschieden und lassen uns von Arbeitgebern, die einem blöd kommen nicht aus der Bahn werfen, sondern versuchen positiv zu denken. Alles wird sich so richten wie es soll.

Organisation ist natürlich alles, um einen ordentlichen Alltag zu finden. Die richtige Kindereinrichtung, die offen ist und Eltern oder Schwiegereltern vor Ort sind natürlich von Vorteil. Unsere Verwandtschaft wohnt aber auch eine Stunde Fahrt entfernt und wir schaffen es trotzdem uns zu organisieren auch wenn die Verwandtschaft eigentlich nie hier ist.

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