Mom at work
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Mom at work: Nach 4 Monaten Elternzeit zurück auf den Geschäftsführerposten

Carolin ist Mutter einer kleinen Tochter und arbeitet wieder, seit diese vier Monate ist. Als Gründerin und Geschäftsführerin der Agentur openers war dies sowohl notwendig, als auch von Carolin selbst gewünscht. Ihr persönliches Ziel: „Glücklichste Mama und glücklichste Geschäftsführerin sein.“ Meine Daumen sind gedrückt liebe Carolin und ich glaube, du wirst das schaffen!

Wie lange warst du in Elternzeit? War die Dauer eine bewusste Entscheidung?

4 Monate. Allerdings war ich in dieser Zeit sehr regelmäßig im Büro oder bei wichtigen Meetings zugegen. Dann eben mit Kind, was aber am Anfang aufgrund des vielen Schlafs auch total ok war. Eine bewusste Entscheidung war es absolut. Mir war klar, dass länger einfach nicht drin ist, bei einer noch so jungen Agentur.

Du warst bereits vor deiner Elternzeit selbstständig. Wie bist du mit diesem Stress während der Schwangerschaft und nach der Rückkehr umgegangen?

Im Großen und Ganzen ging es. Meine Schwangerschaft war leider kein Zuckerschlecken, Übelkeit, Müdigkeit und Gelenkschmerzen mein täglicher Begleiter, so dass ich teilweise das Büro auch früher verlassen musste. Insgesamt ist es einfach so, dass ich mir durch eine wundervolle Partnerin in der Agentur viele Freiräume schaffen konnte, die ich alleine so wohl nicht hätte verwirklichen können. Das ist auch jetzt noch so. Ich bin relativ flexibel mit der Zeit und stoße auch überall auf Verständnis, auch bei Kunden.

Du hast dich für die Selbstständigkeit entschieden, die ja auch für „ständig und selbst“ steht. Hattest du bei dieser Entscheidung bereits die Familienplanung im Hinterkopf. Warum hast du diesen Schritt gewagt und was ist für dich der Vorteil gegenüber einer Festanstellung?

Mir war klar, dass ich irgendwann Kinder haben möchte. Dass es 4 Monate nach der Gründung der Agentur passiert, war wohl Schicksal. Selbstständig zu sein war ein großer Wunsch, allerdings auch gut durchdacht. Mit einem tollen Team lässt sich ohnehin viel schaffen. Flexibilität und die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen und mit den Konsequenzen, egal ob negativ oder positiv, zu leben, ist für mich der wohl größte Vorteil der Selbstständigkeit.

In wie fern decken sich deine Erwartungen in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Job vor der Geburt mit der Realität, die sich dann erst im Alltag gezeigt hat?

Puh, eine schwierige Frage. Man hat eben einfach keine Ahnung, bevor man ein Kind hat… Viele Mütter im Umkreis haben vorher oft gesagt, dass man als ambitionierte Geschäftsfrau nicht nur ein Kind, sondern auch ein schlechtes Gewissen bekommt. Ist man im Büro, denkt man an das Kind. Ist man beim Kind, denkt man an die Arbeit. Man muss einfach lernen, beides bewusst zu machen und zu genießen. In diesem Prozess stecke ich noch und hoffe, dass ich es perfektioniere 🙂

Ist dein Job gut mit der Familie zu vereinbaren oder ist es eher schwierig?

Ich kann mich bisher kaum beschweren, was allerdings auch an der tollen Unterstützung durch die Menschen um mich herum liegt.

Wie schaffst du den Spagat zwischen deiner Familie und deinem Job?

Mit festen Zeiten und Prioritäten. Es gibt Abende nur für die Eltern. Es gibt Stunden und Tage nur für das Kind. Und es gibt eben Stunden und Tage, in denen ich nur für die Arbeit da bin. Wenn das System mal durcheinander gerät, werde ich schauen, wie sich diese Struktur bewährt…

Wie regelt ihr das, wenn eure Tochter krank ist?

Bisher war sie gesund und einer ist ohnehin immer bei unserer Tochter, da sie ja noch nicht in den Kindergarten geht. Wir werden also sehen… Im Grunde glaube ich, dass mein Mann und ich flexibel genug sind, dann ad hoc zu entscheiden, für wen es besser passt, die Arbeit zu verlassen. Und wir sind in der glücklichen Lage, auch noch Familie in der Nähe, also wirklich in der Nähe, zu haben.

Hast du abschließend noch einen Tipp für andere Mütter, die bei der Jobsuche oder im Alltag mit Kind und Job oft verzweifeln? Was glaubst du funktioniert bei euch besonders gut?

Ruhe bewahren. Auf sich selbst und seine Stärken vertrauen. Eventuell ist man gerade am Anfang nicht mehr ganz so „perfekt“, wie vorher. Aber dafür sind wir Mütter! Und das bedeutet Kompromisse. Lerne, damit zu leben, anstatt dich ständig darüber zu ärgern. Und hey, ich lerne übrigens noch, es gelingt mir auch nicht immer 🙂

Du hast auch eine Geschichte und möchtest sie mit vielen anderen Müttern teilen? Dann melde dich einfach per E-Mail bei mir.

Foto: Carolin Lessoued

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