Interviews, Mom at work
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Mom at Work im Interview: Die unendliche Jobsuche

In der Interviewreihe „Mom at work“ setzen sich Mütter mit der Rückkehr in den Job nach der Elternzeit auseinander. Jede Woche berichtet eine neue Mutter über ihre persönlichen Erfahrungen, die sie gemacht hat. Die sind bei den einen positiv, bei den anderen negativ und bei einigen leider sogar erschütternd.

Diese Woche erzählt Julia uns von Ihrer (Nicht-)Rückkehr an ihren Arbeitsplatz. Sie ist seit inzwischen sieben Monaten auf der Suche nach einem neuen Job. Und genauso wie ich musste sie die Erfahrung machen, dass die Agentur für Arbeit bei der Suche nicht besonders hilfreich ist.

Mom at Work Zurück in den Job nach der ElternzeitWie lange warst du in Elternzeit? War die Dauer eine bewusste Entscheidung?

Meine Elternzeit habe ich für ein Jahr genommen. Diese Entscheidung war bewusst, weil ich nach einem Jahr wieder arbeiten wollte.

Bist du noch beim gleichen Arbeitgeber wie bereits vor der Schwangerschaft?

Ich bin momentan leider arbeitslos.

Gibt es einen bestimmten Grund, dass du dort nicht mehr angestellt bist?

Leider konnten mein Arbeitgeber und ich uns nicht wirklich einigen.

Nach was für einem Job suchst du momentan? Hast du diesen ursprünglich auch gelernt und passt er zu deinen Qualifikationen?

Ich suche aktuell einen Bürojob als Kaufmännische Angestellte, Sachbearbeiterin, Projektleiterin in Teilzeit. Gelernt habe ich ursprünglich Hotelfachfrau. Die letzten 8 Jahre habe ich aber nicht im Hotel gearbeitet.

Auf welche Schwierigkeiten bist du während des Bewerbungsprozesses bisher gestoßen und wirst du bei deiner Suche durch die Agentur für Arbeit angemessen unterstützt?

Ich schicke regelmäßig Bewerbungen und das seit ca. 7 Monaten. Ab und zu gibt es Bewerbungsgespräche, die meistens richtig gut liefen. Weshalb es am Ende nicht geklappt hat, weiß ich leider nicht. Oft denke ich, es ist, weil ich ein Kind habe. Wissen kann ich das natürlich nicht und eine ehrliche Antwort würde ich sicher auch nicht bekommen, wenn ich frage. Die Arbeitsagentur lädt mich regelmäßig ein, um mir zu sagen, dass meine Unterlagen in Ordnung sind. Sehr aktiv sind sie nicht. Nur durch Fragen habe ich erfahren, was für Möglichkeiten ich habe, mich weiterzubilden (z.B. mit MS Office). Das finde ich etwas schade. Da müsste vielleicht nach einigen Monaten automatisch ein Schreiben kommen, das einen über die Möglichkeiten der Weiterbildung aufklärt.

In wie fern decken sich deine Erwartungen vor der Geburt mit der Realität, die sich dann erst im Alltag gezeigt hat?

Vor der Geburt war ich davon überzeugt in Teilzeit bei meinem Arbeitgeber weitermachen zu können. Schließlich gab es da schon viele andere Teilzeitbeschäftigte. Mittlerweile merke ich einfach, dass Mütter es beim Wiedereinstieg nicht wirklich leicht haben. Zumindest ist so meine persönliche Erfahrung.

Hast du abschließend noch einen Tipp für andere Mütter, die bei der Jobsuche oder im Alltag mit Kind und Job oft verzweifeln? Was glaubst du funktioniert bei euch besonders gut?

Ich würde gerne Tipps geben. Momentan komme ich aber zunehmend selber in eine etwas verzweifeltere Situation. Man darf nicht aufgeben und muss einfach hoffen, dass irgendwo genau der richtige Job für einen ist. So lange man nicht aufgibt und aktiv bleibt, kann man sich zumindest nichts vorwerfen.

Du hast auch eine Geschichte und möchtest sie mit vielen anden Müttern teilen? Dann melde dich einfach per E-Mail bei mir.

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