Interviews, Mom at work
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Mom at work: Dolmetscherin Lisa über ihre vorbildliche Rückkehr

Diese Woche erzählt meine Freundin Lisa über ihre Rückkehr in den Job. Ich fand es immer sehr bewundernswert, wie reibungslos und selbstverständlich es bei ihr geklappt hat. Ihr Arbeitgeber ist ein tolles Vorbild für andere Unternehmen in punkto Familienfreundlichkeit.

In welcher Position arbeitest du momentan?

In derselben wie vor der Elternzeit: als Übersetzerin. Der einzige Unterschied ist, dass ich vor der Geburt regelmäßig mehrere Tage am Stück zum Dolmetschen auf Dienstreise war, darauf verzichte ich derzeit noch.

Hast du diesen Job ursprünglich gelernt und passt er zu deinen Qualifikationen?

Ja und ja.

Bist du noch beim gleichen Arbeitgeber wie bereits vor der Schwangerschaft?

Ja, ich konnte problemlos wieder einsteigen.

In wie fern decken sich deine Erwartungen vor der Geburt mit der Realität, die sich dann erst im Alltag gezeigt hat?

Vor der Geburt hatte ich fest vor, während der Elternzeit sehr früh wieder Teilzeit in den Job einzusteigen, was dann allerdings aus dienstlichen Gründen doch nicht so schnell geklappt hat. Als das Baby dann da war und ich in den Mama-Modus gekommen bin, war ich über die Verzögerung des Wiedereinstiegs heilfroh!
Was ich vor der Geburt außerdem völlig unterschätzt habe, ist die Müdigkeit nach einer „schlechten“ Nacht. Da mein Job sehr viel Konzentration erfordert, habe ich an manchen Tagen echt zu kämpfen, eine gute Leistung abzuliefern. Immer gelingt mir das nicht, das ist dann frustrierend.

Ist dein Job gut mit der Familie zu vereinbaren oder ist es eher schwierig?

Ich arbeite in Teilzeit und größtenteils im Homeoffice – damit ist mein Job sehr gut mit der Familie vereinbar.

Wie schaffst du den Spagat zwischen deiner Familie und deinem Job?

Sehr hilfreich dabei ist die Tatsache, dass ich viel im Homeoffice arbeiten kann. Außerdem kümmert sich mein Mann morgens alleine um unseren Sohn, so dass ich recht früh und meist in aller Ruhe mit der Arbeit beginnen kann. Wäre das alles nicht so, könnte ich den Job nur in einem viel geringeren Umfang ausüben.

Wie regelt ihr das, wenn euer Sohn krank ist?

Wenn der Kleine krank ist, nimmt derjenige von uns, bei dem es von der Arbeit her besser passt, einen Kind-krank-Tag. Ist er mehrere Tage am Stück krank, teilen wir uns diese auf. Bisher haben wir zum Glück noch nie alle Tage benötigt!

Hast du abschließend noch einen Tipp für andere Mütter, die bei der Jobsuche oder im Alltag mit Kind und Job oft verzweifeln? Was glaubst du funktioniert bei euch besonders gut?

Mein Tipp: mit dem Papa als Team zusammenarbeiten und Verantwortung teilen. Mein Mann hat z.B. die Hauptverantwortung dafür, unseren Sohn morgens fertigzumachen, ihn in den Kindergarten zu bringen und nebenbei ein paar Dinge im Haushalt zu erledigen. Das ist durchaus mit Herausforderungen verbunden, stärkt aber den Papa und die Vater-Sohn-Beziehung – und entlastet mich sehr!

Du hast auch eine Geschichte und möchtest sie mit vielen anderen Müttern teilen? Dann melde dich einfach per E-Mail bei mir.

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