Interviews, Mein Weg in die Selbstständigkeit
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Mein Weg in die Selbstständigkeit: Franchise mit LaufMamaLauf

Viele Mütter sind nach der Geburt ihres Kindes bereit für einen beruflichen Neuanfang. In diesem Lebensabschnitt ändert sich so unsagbar vieles im Leben einer kleinen Familie und der Weg zurück in das alte wird einem oft nicht einfach gemacht oder gar komplett verwehrt.

Die Mütter in meiner Interviewreihe sind einen mutigen Schritt gegangen, indem sie einen beruflichen Neustart gewagt haben. Einige sind in ihrem Bereich geblieben, andere haben sich in ganz neue Gefilde gewagt. Damit diese Mompreneuers ihre Erfahrungen weitergeben können, erzählen sie uns von ihrem Mut. Traut euch an einen Neuanfang, denn jeder ist seines Glückes Schmied.

Heute erzählt uns Julia von Ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Die 32-jährige hat eine kleine Tochter (2) und wohnt mit ihrer Familie in Lauschka nahe Dresden. Sie ist ausgebildete Sport- und Fitnesskauffrau und hat über viele Jahre in Potsdam und Berlin im Gastronomie- und Dienstleistungsbereich gearbeitet. Ihre Liebe zum Sport hat sie dann letztendlich auch in Ihr sportliches Projekt der Selbstständigkeit geführt.

Wann ist die Idee aufgekommen und was war der Auslöser, dass du die Idee in ein reales Projekt umgewandelt hast?

Über Selbstständigkeit habe ich schon lange Zeit immer mal wieder nachgedacht. Auslöser war dann ein sehr unflexibler Arbeitgeber während meiner Schwangerschaft. Nach der Geburt meiner kleinen Tochter wollte ich einfach etwas finden, das mich arbeitsmäßig erfüllt und glücklich macht. Gesagt, getan!

Warum hast du genau diese Geschäftsidee umgesetzt und was ist das Besondere daran?

Während meiner Schwangerschaft und auch nach meiner Entbindung war ich auf der Suche nach einer sportlichen Betätigung, damit ich wieder fit werde und in Form komme. Meine einzige Bedingung an den Sport war, dass ich meine Kleine dafür nicht abgeben muss. Da ich nicht fündig wurde, habe ich ein wenig recherchiert und bin auf LAUFMAMALAUF gestoßen. Nach einer Probestunde in Berlin war schnell klar, dass ich das hier bei mir in der Region auch anbieten möchte und so bin ich letztes Jahr nach meiner Elternzeit am 19. Mai als Regionalpartnerin von LAUFMAMALAUF in Döbeln, Waldheim und Mittweida gestartet. Nun biete ich Fitnesskurse für Mamas mit Kind und Kinderwagen, für Schwangere sowie Abendkurse für berufstätige Frauen an. Alle meine Kurse finden draußen statt, denn so nutzen wir gleich die vielen positiven Effekte, die der Sport an der frischen Luft bewirkt. Die Mamas können sich wunderbar untereinander austauschen, die Kids erleben jedes Mal beim Training etwas Neues und sind mit ihren Müttern zusammen in der Natur. So wird gleichzeitig trainiert, sie werden dadurch nach der Entbindung schneller wieder fit und tun sehr viel für ihr ganz persönliches Wohlbefinden. Es ist einfach schön zu sehen, wie die Mamas Spaß beim Training mit ihren Kids haben und danach mit guter Laune nach Hause gehen.

Laufmamalauf Sport mit Kind in Döbeln, Waldheim und Mittweida

Wie sahen deine ersten Schritte aus?

Ich habe das vorhandene Franchise-Konzept von LAUFMAMALAUF auf meine Region angepasst, habe Trainingsstrecken erkundet und getestet, habe Werbung verteilt, meine Website & Facebook-Seite dafür eingerichtet und ich habe zahlreiche Seminare von LAUFMAMALAUF besucht, damit ich möglichst vielfältige Kurse anbieten kann.

Wie wurdest du bei der Neugründung unterstützt und was waren gute Anlaufstellen?

Mein Mann und meine Familie haben mich bei meiner Neugründung tatkräftig unterstützt. Außerdem habe ich eine Existenzgründer-Förderung bei der Agentur für Arbeit beantragt, da ich aus der Arbeitslosigkeit heraus gegründet habe. Mit meinem Finanzberater und meiner Steuerberaterin habe ich alle restlichen Angelegenheiten geregelt und offene Fragen besprochen.

Ein wichtiger Punkt ist ja die Finanzierung, da die anfängliche Zeit in der Regel erstmal finanziell überbrückt werden muss oder auch große Anfangsinvestitionen anstehen. Wie hast du das hinbekommen und was kannst du hier den anderen für Tipps mit auf den Weg geben?

Die Existenzgründer-Förderung hat mir meinen Start sehr erleichtert. Gesparte Eigenmittel und der finanzielle Rückhalt durch meine Familie hat mir dann die notwendige Motivation gegeben, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Es ist immer sehr empfehlenswert, sich über mögliche Förderprogramme zu informieren, denn davon gibt es wirklich viele auf dem Markt.

Laufmamalauf Sport mit Kind in Döbeln, Waldheim und Mittweida

Hattest du die Gründung komplett durchkonzipiert oder war es eher ein Aus-dem-Bauch-heraus-Prozess?

Ja, die Gründung war gut überlegt, geplant, zahlenmäßig komplett durchgerechnet und wurde von Experten als machbar abgesegnet.

Was hättest du im Nachhinein anders gemacht und was hat besonders gut geklappt?

Nach einem Jahr Selbstständigkeit hat sich nun mein Aufgabenfeld sehr gewandelt. Da die ländliche Region einen Hauptverdienst aus Fitnesskursen in meinem Bereich nicht zulässt, musste ich nach weiteren Einnahmemöglichkeiten suchen. Nun ist zu meiner Tätigkeit als Fitnesstrainerin noch mein JS-Büroservice gekommen, mit dem ich kleine und mittlere Firmen bei der täglichen Büroarbeit unterstütze (gern auch virtuell). Außerdem veranstalte ich als Spielzeugberaterin für meilies Spielzeugpartys bei Interessenten Zuhause. Und ich arbeite gegenwärtig noch an einem weiteren Herzensprojekt, welches ich dann im Herbst starten werde.

Welche Tipps kannst du all denen geben, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen sich selbstständig zu machen?

Das Konzept sollte gut durchdacht, aber nicht zerdacht und zerredet werden. Es gehört eine ordentliche Portion Mut zum Schritt in die Selbstständigkeit, aber für das selbstbestimmte Arbeiten lohnt es sich auf alle Fälle! Holt Euch Rat von Experten und dann habt den Mut Eure Träume in die Wirklichkeit umzusetzen, auch wenn der Anfang vielleicht ein wenig holprig werden könnte. Umso schöner sind dann die ersten Erfolge/Aufträge!

Du hast auch eine Geschichte und möchtest sie mit vielen anderen Müttern teilen? Dann melde dich einfach per E-Mail bei mir.

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