Lifestyle, Made in Germany
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Made in Germany statt Kinderarbeit, Hungerlöhnen und Giftstoffen

Begasung von Übersee-Containern - Dann lieber Made in Germany

Immer wieder ist es ein Thema, dass Waren unter unmenschlichen Bedingungen in Fernost produziert werden und mit Schadstoffen versetzt sind. Ich habe mich in meiner neuen Serie „Made in Germany“ diesem Thema angenommen und möchte nicht belehren, sondern aufklären und zu einem nachhaltigen Handeln anregen. Ich werde euch ab jetzt regelmäßig Unternehmen vorstellen, die in Deutschland produzieren und Verantwortung gegenüber Mensch und Natur übernehmen.

Probleme wie Kinderarbeit, Hungerlöhne und Schadstoffbelastung durch die Begasung von Überseecontainern sind dem Großteil bekannt. Und aus dieser enormen Entfernung zwischen Deutschland und Asien, sind diese Punkte auch sehr schwer zu kontrollieren. Einige Unternehmen setzen sich für bessere Bedingungen ein, jedoch sind das leider noch zu wenig. Aber was wir als Verbraucher machen können ist, dass wir verstärkt Produkte kaufen, die in Deutschland produziert werden. Denn ich finde es nicht richtig, dass Kinder meine Kleidung und die meiner Kinder nähen oder einfärben. Und ich finde es auch nicht richtig, dass die Menschen in den Produktionsstätten auf viel zu engem Raum arbeiten und so ihr Leben gefährden. Und ich finde es ebenfalls nicht richtig, dass diese Menschen mit Giftstoffen arbeiten, die deren Gesundheit gefährden und der Umwelt schaden. Auch der Überseetransport in den mit Giftstoffen begasten Containern ist äußerst bedenklich für Mensch und Umwelt.

Wusstet ihr, dass alle Verpackungsmaterialen, die aus frischem und unbehandeltem Holz sind begast werden? Also auch die klassischen Holzpaletten. Und selbst die Container, für die keine Begasung in Auftrag gegeben wurde. Denn wenn in einem Sammelcontainer ein Auftraggeber eine Begasung verlangt, werden alle anderen automatisch mit begast. Ziel dieser Begasung ist es Schädlinge fern zu halten, das Material vor Motten und Schimmel zu bewahren und verderbliche Waren zu schützen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat hierbei herausgefunden, dass vor allem Plüschtiere, lackiertes Holzspielzeug und Matratzen noch Restmengen an giftigen Begasungsmitteln in sich haben und über einen längeren Zeitraum ausgasen. Nach nur drei Tagen haben sich die Belastung der Luft und die der in Folie verpackten Produkte aneinander angepasst. Und in der Regel sind die Sachen deutlich länger auf den Weltmeeren unterwegs, als nur drei Tage! Der Prozess des Ausgasens wird durch die Folie zusätzlich verzögert. Die Gefahr, dass Restmengen im Produkt sind, ist hier also größer. Es gibt alternative Verfahren, die aber kaum Verwendung finden.

Ich möchte hiermit nicht zum Boykott aufrufen, denn das wäre nicht zielführend. Die Globalisierung ist da und soll auch bleiben. Wichtig ist, dass bereits viel versucht wird, um den Menschen in u.a. China, Thailand und Indonesien zu helfen. Von den Unternehmen werden Bedingungen an die Produktion gestellt, die auch zumindest zum Teil kontrolliert werden (können). Es ist aber schwer, zum einen die gesamte Handelskette zu kontrollieren und zum anderen eine dauerhafte Kontrolle zu gewährlisten. Wir als Verbraucher sollten unterstützend darauf achten, dass die Kleidung, das Spielzeug oder auch andere Produkte mit einem zertifizierten Label gekennzeichnet sind, das einen fairen Handel garantiert. Und wir können verstärkt deutsche Produkte kaufen. Das stärkt unsere Wirtschaft, verkürzt die Transportwege und schont damit auch die Umwelt. Außerdem finde ich es wichtig, dass wir dieses nachhaltige Handeln und Denken unseren Kindern vermitteln. Denn kaputt und dann einfach wegschmeissen und neu kaufen ist der falsche Erziehungsansatz. Kaputt sollten Kinder mit reparieren verbinden. Und ich gebe zu, auch bei uns fällt oft der Satz „Mama das ist kaputt, das müssen wir neu kaufen!“ Und auch ich gehe gerne mal bei Zara und H&M shoppen. Aber ich versuche auch, bei vielen Produkten darauf zu achten, dass ich etwas Gutes kaufe.

Um es euch etwas leichter zu machen, werde ich euch zukünftig Unternehmen vorstellen, die in Deutschland produzieren. Denn genau für diese Recherche hat man ja in der Regel keine Zeit. Und überraschender Weise habe ich einige Hersteller von Kleidung, Spielzeug und Möbeln gefunden, die hier produzieren. Ihr könnt euch auf ein paar tolle Unternehmen freuen!

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