Interviews, Mein wunderschönes Kinderzimmer
Kommentare 1

Mein wunderschönes Kinderzimmer: Ein Babyzimmer für Rollstuhlfahrer

Nici ist 32 Jahre alt und lebt zusammen mit Ihrem kleinen Sohn und ihrem Mann in Sachsen auf dem Land. Die beiden sind bereits seit 13 Jahren verheiratet und haben sich riesig über Ihren Nachwuchs gefreut. Damit er es in seinem Zuhause besonders schön und gemütlich hat, hat Nici Ihm ein wunderschönes Kinderzimmer eingerichtet. Eine besondere Herausforderung bei der Einrichtung des Babyzimmers war hier, dass Nici im Rollstuhl sitzt. Wenn Ihr mehr über Nici erfahren wollt, dann erfahrt Ihr das auf Ihrem Blog Rollimami.

Ein Babyzimmer für Rollstuhlfahrer

Was war dir bei der Einrichtung und Gestaltung des Kinderzimmers besonders wichtig?

Da das Kinderzimmer vorher unser Arbeits- Gäste- und Allzweckraum war, hieß es erstmal ausräumen und komplett neuen Schwung rein bringen. Es sollte ein helles und freundliches Kinderzimmer werden. Worin wir uns mit dem Mäusekind gern aufhalten und er auch später gern Zeit zum Spielen drinnen verbringt.

Wo und wie hast du dich inspirieren lassen?

Als erstes kam die Renovierung und da wir dies schon sehr früh in der Schwangerschaft erledigt haben, brauchten wir eine Farbe, welche für Mädchen und Jungen geeignet ist. Da hab ich mich bzw. wir uns im Tapetengeschäft inspirieren lassen und es wurde grün / weiß. Auf diesem Farbschema haben wir aufgebaut und nach und nach die Puzzelteile zu einem vollständigen Kinderzimmer zusammen gefügt. Weiß hat sich auch angeboten, da der Schreibtisch und Rollcontainer die drin blieben, ebenfalls weiß waren. Kleine Details wurden dann im Internet noch gestöbert und bestellt.

Wie wichtig sind dir im Kinderzimmer Funktionalität und Langlebigkeit?

Natürlich muss es praktisch sein. Gerade bei mir war es wichtig einen geeigneten Wickelplatz zu haben, der auch für mich als Rollimami nicht zu hoch ist. Eine Standard Wickelkommode ging da einfach gar nicht. Das Problem war aber sehr fix gelöst, denn mein Mann baute einen Aufsatz für unseren Schreibtisch. Der kleine Rollcontainer dazu gibt uns ausreichend Platz für die Abstellsachen, die wir immer fix zur Hand haben müssen (Feuchttücher, Creme etc.). In den Kästen des Rollcontainers und Schreibtisches ist die Kleidung verstaut, noch passt die Größe da rein und somit hab ich alles an Ort und Stelle. Der große Kleiderschrank, der schon ewig in diesem Zimmer steht, sollte auch drinnen bleiben. So müssen wir keine weiteren Schränke stellen und es bleibt auch in einem relativ kleinen Zimmer genügend Platz zum Spielen.

Ein Babyzimmer für Rollstuhlfahrer

Was ist deine Lieblingsecke im Kinderzimmer?

Der Wickelplatz! Hier verbringen wir schon von Anfang an so viel intensive Zeit miteinander. Unser Mäusekind und auch ich genießen die Zeit hier total. Schmusen, albern und spielen müssen bei jeder Wickelzeit eingeplant werden. Das ist manchmal echt schwierig, wenn es doch mal fix gehen muss.

Welche ist die Lieblingsecke deines Sohnes?

Wie auch ich, liebt unser Mäusekind seinen Wickeltisch total. Hier konnte er sich schon von Anfang an am besten erden. Nackig unter der warmen Heizlampe zu liegen und einfach die Nähe der Eltern genießen, das war vom 1. Tag zu Hause das allerschönste was es gab. Dann beobachtete er das kleine Filzmobile, welches ich ihm bereits in der Schwangerschaft gebastelt habe und war rundum zufrieden.

Ein Babyzimmer für Rollstuhlfahrer
Mittlerweile turnt er uns ganz schön viel auf den Wickeltisch rum, legt sich gern auf den Bauch, um die Bäume im Garten durch das Fenster zu beobachten. Eine echte Kunst ist es gerade eine Windel an den kleinen Popo zu bekommen.
Unser Mäusekind liebt aber auch seinen Fußboden. Wir legen ihm gern seine Krabbeldecke zum Spielen hin. Er bevorzugt es doch eher direkt auf den Boden zu spielen.

Ein Babyzimmer für Rollstuhlfahrer

Und jetzt mal ganz ehrlich: Wer räumt das Kinderzimmer auf?

Tja, mit 6 Monaten möchte er einfach noch nicht allein aufräumen 🙂 Nein, jetzt im Ernst. Natürlich erledigen wir das noch! Aber es ist mir schon wichtig, dass wir ihn auch schon früh beibringen, dass dies ein wichtiges Ritual ist. Erstens, wie soll ich auf einem Fußboden, auf dem nur Spielzeug liegt ans Bett rollen können, um ihm einen Gute-Nacht-Kuss zu geben und zweitens macht das Spielen am nächsten Tag in einem aufgeräumten Zimmer doch gleich viel mehr Spaß. Ich freue mich schon auf alle kleinen und großen Bauwerke, die natürlich nicht aufgeräumt werden dürfen.

Und wenn du auch zeigen möchtest wie dein Kind oder deine Kinder wohnen, dann melde dich doch einfach bei mir und ich sende dir dann die Fragen und Infos zu. Mitmachen kannst du, wenn du ein Baby-, Kinder- oder Jugendzimmer eingerichtet hast, auf das du stolz bist und anderen Eltern als Inspirationsquelle zur Verfügung stellen möchtest.

1 Kommentare

  1. Pingback: 19. Wochenendpost | RolliMami

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.