Lifestyle
Kommentare 1

Traurigkeit und Wut

Wut und Traurigkeit

TRAURIG. TRAURIG. TRAURIG. Genau das machen mich die schlimmen Nachrichten der letzten Tage, Wochen, Monate und eigentlich ja schon Jahre. Immer wieder gibt es schlimme Bilder und ich denke mir, man muss doch was machen können. Ich bin WÜTEND. Wütend über den bösen Teil der Menschheit und über mich. Warum über mich? Weil ich nichts dagegen mache. Ich möchte gerne, aber ich bin starr. Weiß nicht, wo ich anfangen soll. Und dabei möchte ich so gerne helfen. Den Menschen sagen, dass alles wieder gut wir, dass sie bald wieder ein schönes Zuhause mit ihren liebsten haben, in dem sie sich wieder sicher und geborgen fühlen. Ein Zuhause, in dem morgens der Wecker klingelt, zusammen in Ruhe gefrühstückt wird und ein Alltag gelebt wird. So wie ich es habe. Einen Alltag, über den ich gerne mal schimpfe, der aber dennoch ein Privileg ist. Denn es geht uns in Deutschland gut. Und ich verstehe nicht, warum so viel über die Menschen geschimpft wird, die hier vor Ort unsere Hilfe brauchen und ein besseres Leben hoffen. Das ist unmenschlich und macht mich TRAURIG und WÜTEND. Denn genau hier können wir helfen. Jeder auf seine eigene Art. Der eine übernimmt Paten- und Vormundschaften und hilft den Flüchtlingen hier anzukommen und sich sicher zu fühlen. Andere geben einem Obdachlosen etwas zu essen und wieder andere spenden Geld oder Kleidung, weil sie gerne unterstützen wollen. Aber mir stellt sich immer wieder die Frage „Reicht das?“. Es ist schlimm, dass viele Menschen ihr Zuhause, ihre Heimat überhaupt erst verlassen müssen. Wenn ich mir vorstelle dies tun zu müssen, es zerreißt mir das Herz. Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass ich in meiner neuen Bleibe nicht willkommen bin, dieser Gedanke allein zerstört mich. Doch was kann man tun? Wie kann man helfen? Wo soll man ansetzen? Der Politik ist das ja anscheinend alles egal. Ein reines Schmierentheater. Es geht nur um Wirtschaftsbeziehungen, Geld und Prestige. Niemand denkt an die Menschen, also den Kern unserer Gesellschaft!

1 Kommentare

  1. Ich bin gestern mit der Fähre nach England gefahren, vorbei am „Jungle“, dem illegalen Flüchtlingscamp direkt am Hafen. Ein 3m hoher Zaun auf beiden Seiten der Autobahn und viel Polizei. Als Beifahrerin nur einige Sekunden hingeschaut und schon vorbei. Ich habe bei all dem Elend geheult wie ein Schlosshund. Für uns kein Problem das Ticket nach England, für all dir jungen Männer schier unmöglich.
    Wie du geschrieben hast, soll und muss jeder daheim ein Zeichen setzen (egal ob groß oder klein).
    Politik kann und muss man ändern indem man wählen geht. Die Wahlbeteiligung -egal auf welcher Ebene- ist einfach zu gering. Die Leute sind zu bequem. Aber Hauptsache motzen, das können sehr viele sehr gut.
    Mamis an die Macht! Wir verändern die Welt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.