Mein Weg in die Selbstständigkeit
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Life-Coaching in Wien

Katja (34) lebt mit ihrer Familie im wunderschönen Wien und hat sich dort als Coach selbstständig gemacht. Im Interview erzählt sie uns, wie sie den Wechsel von der Wirtschaftsinformatikern in einem multinationalen Konzern zu einem Life-Coach in Wien, der Frauen bei der Suche nach einer Lösung für Ihre Probleme unterstützt, geschafft hat.

Wann ist die Idee aufgekommen und was war der Auslöser, dass du sie in ein reales Projekt umgewandelt hast?

Die Idee, Coach zu werden kam in meiner Elternzeit. Ich wollte mich beruflich umorientieren und eigentlich von der Wirtschaftsinformatik in die Personalentwicklung wechseln. Über einen Persönlichkeitstest, den ich dann für mich gemacht habe, bin ich dann „zufällig“ bei einem sehr guten Coach gelandet und wusste sofort, dass ich auf der anderen Seite sitzen will. 🙂 Also hab ich mich informiert, zur Ausbildung angemeldet und lebe jetzt meinen Traumberuf.

Warum hast du genau diese Geschäftsidee umgesetzt und was ist das Besondere daran?

Ich habe genau diese Idee umgesetzt, weil ich möglichst vielen Frauen dabei helfen will, ein Leben zu leben, das sie lieben. Gerade als Mutter ist es nicht erlaubt Selbstzweifel bezüglich der Familie, der eigenen Rolle und dem eigenen Leben zu haben. Und ich möchte den Frauen einen Raum bieten, indem sie schimpfen, weinen, aber auch lachen dürfen. Ich nehme die Themen ernst. Ich möchte den Frauen dabei helfen, Stress, Veränderungen und Krisen nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft gut zu meistern. Und der Moment, wenn es im Coaching soweit ist, dass die Frauen ihre Lösung gefunden haben, sich ein Lächeln ins Gesicht schleicht – genau dafür mach ich meinen Beruf!

Wie sahen deine ersten Schritte aus?

Ich habe mich informiert, welche Ausbildungen man braucht und welche rechtlichen Voraussetzungen es in Österreich gibt (ich bin in Wien zuhause) und habe mich für zwei Ausbildungen entschieden. Lebens- und Sozialberatung und eine Ausbildung zum Coach.

Wie wurdest du bei der Neugründung unterstützt und was waren gute Anlaufstellen?

Die größte Stütze in der Zeit war mein lieber Mann und die gesamte Familie. Ohne sie wären die ganzen Wochenenden für die Ausbildung plus Praktika gar nicht möglich gewesen. Ganz zu schweigen von der emotionalen Stütze 😉

Außerdem habe ich mir selbst von Anfang an Unterstützung durch einen Coach gegönnt, was sehr hilfreich war. Das war außerhalb der Familie die beste Anlaufstelle.

Ein wichtiger Punkt ist ja die Finanzierung, da die anfängliche Zeit in der Regel erstmal finanziell überbrückt werden muss oder auch große Anfangsinvestitionen anstehen. Wie hast du das hinbekommen und was kannst du hier den anderen für Tipps mit auf den Weg geben?

Ich habe das große Glück, dass ich etwas Erspartes noch zur Verfügung hatte und es in Wien eine finanzielle Unterstützung für Frauen in Elternzeit gibt, die sich beruflich umorientieren. Zusätzlich gibt mir mein Mann einen Vorschuss und so kann ich die erste Zeit gut überbrücken. Allerdings habe ich sehr schnell auch schon selbst Geld verdient und der finanzielle Einbruch war nicht so groß.

Mein Tipp? Am Anfang eine gute, realistische Planung aufsetzen: durch welche Aktivitäten möchte ich wann wieviel Geld verdienen. Und dann: dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben.

Hattest du die Gründung komplett durchkonzipiert oder war es eher ein Aus-dem-Bauch-heraus-Prozess?

Ich hatte schon eine grobe Vorstellung, wie ich es machen möchte. Ich habe mir überlegt, was ich wann anbieten kann und natürlich wusste ich, was rechtlich notwendig sein würde.

Aber es war auch ganz viel learning by doing und ich habe hier und dort die Stellschrauben angepasst, wo es notwendig war oder wo ich etwas dazugelernt habe. Eine gute Mischung also 🙂

Was hättest du im Nachhinein anders gemacht und was hat besonders gut geklappt?

Ich glaube, ich würde alles genauso machen. Der Start ist mir besonders gut geglückt. Ich hatte großartige Unterstützung beim Erstellen der Webseite, in Facebookgruppen und in der Familie und so ist der Start sehr gut geglückt.

Welche Tipps kannst du all denen geben, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen sich selbstständig zu machen?

Ich würde sagen, erkundige dich genau, was du machen möchtest und welche Voraussetzungen du dafür erfüllen musst.

Sei dir bewusst, dass es am Anfang sehr viel Arbeit ist und viel Kraft und Energie kostet. Es macht zwar mindestens genauso viel Spaß, aber es ist nicht nichts. Das bedeutet, du brauchst Unterstützung bei der Kinderbetreuung, bei den Tiefs die es manchmal gibt und vielleicht auch finanziell.

Vertrau auf deine Idee! Sie ist gut, bleibe dran, es zahlt sich aus!

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