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Klimatarier sind die neuen Vegetarier

Sind die #Klimatarier die neuen Vegetarier und Veganer?

Kooperation

Klimatarier sind die neuen Vegetarier. Ich war noch nie ein großer Fan von Verzicht. Ich esse gerne mal ein Stück Fleisch, leiste meinen Nachhaltigkeitsbeitrag hier lieber auf Basis der Qualität und der reduzierten Menge. Das heißt, das Fleisch ist vom Bio-Bauern meines Vertrauens, der auf unserem Wochenmarkt einen Stand hat. Weniger Fleisch gibt es deshalb also schon auf Grund der höheren Kosten. Doch macht mich das allein schon zu einem Klimatarier?

Klimawas?

Klimatarier ernähren sich klimafreundlich und nachhaltig. Wichtig ist hier, dass die Lebensmittel regional und saisonal sind und nicht mit Pestiziden versetzt wurden. Dies reduziert nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern ist auch wichtig für unsere Gesundheit und die unserer Kinder. Es stimmt, dass diese Sachen teurer sind. Als wir vor einigen Jahren nach und nach unsere Gewohnheiten umgestellt haben, war das auf jeden Fall im Geldbeutel zu bemerken. Was die Kosten aber wieder ins Lot gebracht hat, das waren ein strukturierter Essensplan und ein Einkaufszettel. Die ganze Woche wurde so durchgeplant. Ebenfalls praktisch ist die Lieferung von einem Biobauern. Obst, Gemüse und frische Milch lassen wir immer liefern. Der Großteil des Einkaufs ist so unkompliziert erledigt und da man nicht in den Regalen rumstöbern kann, gibt es keine Impulskäufe. Schaut mal nach der Supermarktrunde ohne Einkaufszettel in euren Einkaufswagen und seid ganz ehrlich zu euch. Was musstet ihr kaufen, was habt ihr tatsächlich gekauft und was fehlt? Also Organisation ist das halbe Leben und spart hier vor allem eine Menge Geld. Und ganz ehrlich, auch ich geh mal ohne Plan einkaufen. Die eine Hälfte fehlt dann, es liegt viel Unnötiges im Einkaufskorb und ich bin gestresst, weil ich von vornherein weiß, dass ich so immer den Überblick verliere. Das nächste Mal bin ich dann aber wieder mit Plan am Start und so viel schneller und relaxter fertig.

Jedes einzelne Lebensmittel hat seinen eigenen CO2-Wert, den ihr auf der Kampagnen-Website Werde Klimatarier im CO2-Rechner in Erfahrung bringt. Hier könnt ihr mit den Lebensmitteln spielen und euch so das optimale Gericht zusammenstellen. Ein wirklich tolles Programm, das mich bei dem einen oder anderen Lebensmittel wirklich überrascht hat.

Werde auch du Klimatarier

Die nächsten 10 Tage bin ich nun ein echter Klimatarier. Ernährungstechnisch müssen wir in unserer Familie nicht viel umstellen. Das macht die Sache einfacher. Es gibt weiterhin regionales und saisonales Essen, keine Fertigprodukte, ich werde die tierischen Produkte reduzieren und vor allem werde ich die Butter durch Margarine ersetzen. Wusstet ihr, dass 1kg Margarine einer Autofahrt von 24 km und 1kg Butter einer Strecke von 65km entspricht? Mir war das ja vollkommen neu. Zusätzlich werde ich weniger mit dem Auto fahren. Zur Arbeit fahre ich mit der Bahn, die Einkäufe erledige ich aber immer schnell mal mit dem Auto. Den großen Wocheneinkauf werde ich auch weiterhin mit dem Auto machen. Aber da wir unter der Woche immer noch zum Bäcker müssen oder Kleinigkeiten fehlen, werde ich das Rad nehmen. Und ich bin mir sicher, wenn ich dies in diesen 10 Tagen so durchziehe, dann ist es nachher Normalität und man macht es automatisch so.

Sind die #Klimatarier die neuen Vegetarier und Veganer?

Macht auch Ihr mit und unterstützt mich! Unter dem Hashtag #Klimatarier könnt ihr zeigen, wie ihr euren CO2-Fussabdruck reduziert. Sieben Tipps für euren Weg zum Klimatarier findet ihr hier. Und ich werde euch auch an meinen Fortschritten auf Instagram und Facebook teilhaben lassen. Überlegt euch, was ihr in eurem Leben ändern könnt und wollt. Gibt es etwas, was euch schon zu einem Klimatarier macht? Und ich bin mir sicher, wenn ihr euren Beitrag diese 10 Tage durchhaltet, dann ist er euch so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ihr es nach den 10 Tagen weiter so macht, als ob es nie anders gewesen wäre.

Prominente Klimatarier

Nicht nur ich bin als Klimatarier aktiv. Zehn Tage lang kannst du den bezaubernden Mädels Susan Sideropoulos, Anna Frost, Janina von Oh Wunderbar, Julia von Our Clean Journey und Catrin von Cooking Catrin auf Instagram und Facebook folgen.

10 Kommentare

  1. Gisela sagt

    Da ich jetzt zu Hause bin, ist es leichter für mich auf gewisse Annehmlichkeiten zu verzichten. Ich werde es aber in den nächsten Tagen noch bewusster tun.

    • StyleMom sagt

      Ach das passt ja. Ich habe es einfach immer nachhaltig genannt. Aber Klimatarier finde ich hört sich viel hipper an, als ich achte auf eine nachhaltige Ernährung 😉

  2. Ich kannte dieses „Label“ noch nicht aber dann Willkommen im Club ich mache das schon lange so allerdings gibt es bei uns für NICHTS ein Auto , wir machen alles mit dem Rad

    • StyleMom sagt

      Liebe Kati, das ist toll. Ich wusste vorher auch nicht, dass ich ein Klimatarier bin 😉 Das mit dem Rad klappt bei mir auch gerade ganz gut. Einige Sachen muss ich aber einfach mit dem Auto machen, da ich es mit dem Rad entweder zeitliche oder von der Strecke nicht schaffen würde. Wenn der Nahverkehr fährt, bin ich immer mit der Bahn unterwegs.

  3. Pingback: Ich bin ein Klimatarier: Fazit der Challenge und mein vegetarisches Rezept

  4. Anonymous sagt

    Schöne Aktion, das mit der Margarine ist mir vollkommen neu, da es sich ja hier um ein recht stark verarbeitetes Lebensmittel handelt. Ich denke da wird recht viel Energie verwendet und manchmal sind in Margarine echt auch seltsame Dinge verarbeitet worden. Außerdem sehe ich das mit der zunehmenden Rapsmonokultur etwas kritisch.
    Ich schwöre auf selbstgemachte Butter (bei nicht entrahmter Milch vom Bauer, geht das auch prima) – ist halt nicht so lange haltbar, aber der Geschmack bringts allemal 🙂

    • StyleMom sagt

      Ja, ich war ebenfalls überrascht. Bei der Margarine muss man auf jeden Fall aufpassen, dass man Qualität kauft, sonst sehe ich es so wie du. Ansonsten setze ich auf ein ausgwogenes Verhältnis von Butter und Margarine.

  5. Ulli sagt

    Ich hatte gerade überlegt deinen Beitrag zu teilen, weil ich es mit den meisten Dingen sehr ähnlich halte. Allerdings habe ich dan die Sache mit der Margarine gelesen.

    Margarine, wie auch andere Fette/Öle, sind sehr stark verarbeitete Lebensmittel die von Natur aus nach kurzer Zeit ranzig werden würden. Deswegen werden Sie sehr stark erhitzt und mit Schwermetallen versetzt um eine chemische Reaktion hervor zu rufen um Sie haltbar zu machen. Nach diesem Prozess ist das Fett so dunkel wie Öl. Es wird mit hauptsächlich chlor gebleicht um es hell zu machen. Danach wird es gelblich eingefärbt, damit es wieder wie butter aussieht. Damit das ganze dann nicht stinkt wird es noch parfümiert.

    Ich denke da muss man nicht mal wissensch. geprägt sein, um zu verstehen das da Butter wohl CO2-neutraler ist.

    Falls du noch mehr Infos möchtest schreib mir einfach ulli.kammerzell@healthyspirit.at

    lg ulli

    • StyleMom sagt

      Hallo Ulli, vielen Dank für deinen interessanten Kommentar. Deiner Anmerkung zur Klimabilanz von Margarine bzw. Butter muss ich jedoch widersprechen: Tatsächlich ist der CO2-Fußabdruck von Butter (8,9 kg CO2 pro 1 kg) um das siebenfache höher, als der von Margarine (1,3 kg CO2 pro 1 kg). Hier war ich auch total überrascht, da ich es so nicht erwartet hatte. Bei einem durchschnittlichen Butterkonsum von 6 kg CO2 pro Jahr in Deutschland, würde jeder Bundesbürger rund 47 kg CO2, einsparen, wenn er stattdessen die gleiche Menge Margarine oder pflanzliche Streichfette verzehrt. Die Berechnungen kommen von der IFEU, dem Institut für Energie- und Umweltforschung aus Heidelberg und sind somit vertrauenswürdig.

      Zudem zeigt eine Studie von Nilsson, Flysjö, Davis, Sim, Unger und Bell (2010), dass Margarine-Produkte von der Rohstoffgewinnung und Produktion bis zur Nutzung und Entsorgung besser abschneiden, als Butter-Produkte. Im gesamten Produktionsprozess von Margarine-Produkten wird 20-50 % weniger Energie verbraucht als bei der Herstellung von Butter. Die Umweltwirkungen werden vor allem in Puncto Landnutzung deutlich: Denn um den Futterbedarf der Kühe für die Butterproduktion zu decken (d.h. Kraftfutter, Getreide und Weiden), sind doppelt so große Flächen nötig verglichen mit der Produktion von Ölpflanzen für die Margarine-Herstellung. LG, Christiane

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