Lifestyle, Mein Traum vom Fachwerkhaus
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Hausbau: Vom Bäume fällen und Zuständigkeiten

Nun war es ja einige Zeit sehr still geworden, was das Weitergehen unseres Bauvorhabens angeht. Und ich muss sagen, nach Bazillen-Isolation und den allgemeinen Pflichten einer Mutter ging es leider nicht anders.

Unser Bauantrag wurde ja inzwischen eingereicht, ein paar Punkte sind jedoch immer noch zu klären. Aber das ist wahrscheinlich nicht untypisch und geht vielen anderen auch so. Oder hat es bei jemandem von euch mit einer sofortigen Genehmigung geklappt? Aber die Anforderungen sind nun manifestiert und jetzt heißt es wieder warten.

In der Zwischenzeit war ich natürlich mal wieder beim Grundstück. Die Altbausubstanz ist entsorgt und nun ist es endlich frei und fertig zum Bebauen mit unserem wunderschönen Fachwerkhaus. Vor Ort vielen mir dann allerdings noch ein paar Bäume auf, die nicht gerade in einer besonders vorteilhaften Lage standen. Sollte es ein Unwetter geben, würden diese auf der Straße oder auf unserem Haus landen. Also nichts, was ich herausfordern möchte. Da wir ja alle wissen, dass ein Baum in Deutschland nicht mal eben so gefällt werden darf, musste eine Lösung her. Wusstet ihr, dass auf das Fällen eines erhaltungspflichtigen Baumes 5 Jahre Haft stehen?!? Und im B-Plan standen diese natürlich als erhaltenswürdig drinnen. AHHHHH, shit! Und nun? Nun musste ich erstmal in Erfahrung bringen, wem diese Bäume gehörten. Doch nicht etwa UNS? Hinzu kam, dass der Versicherungsheini so ganz beiläufig und am Rande erwähnte, dass die Gebäudeversicherung mit diesen meterhohen Fichten sehr teuer werden würde. Bei mir setzte die Schnappatmung ein! Also ab zur Gemeinde. Dort bekam ich nur die Auskunft: „Das können wir nicht so genau sagen, rufen sie mal im Vermessungsbüro an und erkundigen Sie sich dort.“ Dort waren die Bäume natürlich auch nicht in die Karte mit eingezeichnet. Und nach einer stundenlangen Telefoniererei mit einem Kleinkind auf dem Arm viel dann endlich der entscheidende Satz: „Da diese beiden Bäume an der Kreisstraße stehen, ist Lüneburg dafür zuständig. Also nicht unser Problem.“ Lüneburg kümmerte sich dann sogar noch am selben Tag darum und jemand von der BGS Hittfeld machte eine Bestandsaufnahme. Ich war sehr positiv überrascht!

Da die Bäume mit einem Pilz befallen sind werden sie in den nächsten Tagen abgesägt bzw. kommen ganz raus. Als erhaltenswert gelten sie somit nicht mehr. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Was das sonst wohl gekostet hätte.
Und der nette Baum auf unserem Grundstück darf problemlos und ohne eine Genehmigung gefällt werden. Da werde ich mich direkt an die Freiwillige Feuerwehr wenden, für einen Kasten Bier oder auch zwei 🙂

Nun würde mich mal interessieren, was ihr für Geschichten zum Thema Baum zu erzählen habt.

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2 Kommentare

  1. Claudia Kurz sagt

    Hallo,
    Ich würde einen für das Kleinkind zum Klettern lassen, falls keine Bedenken wegen der Aufsicht bestehen. Vielleicht kommt in 10 Jahren noch der Wunsch nach einem Baumhaus. Kinder lieben Bäume.

    • Nicole sagt

      Ja das ist schon mit eingeplant…es ging ja im Grunde nur darum, dass man sein Schicksal nicht herrausfordern muss, wenn eine potenzielle Gefahr besteht. Alle anderen Bäume bleiben auch da und werden integrativ mit einbezogen…

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